Die Deutsche Energie Agentur (dena) und das Bundesumweltministerium haben in Berlin zehn Kommunen und weitere Akteure aus ganz Deutschland für vorbildliche Mobilitätsmanagementkonzepte ausgezeichnet. Der Landkreis Vechta hat für sein Konzept „MobilUmVechta“ in der Kategorie „Kommunales Mobilitätsmanagement“ deutschlandweit den zweiten Platz belegt.
Dem Erfolg liegt eine Initiative der Städte und Gemeinden sowie des Landkreises Vechta zugrunde, im Rahmen des Regionalmanagements in einer Machbarkeitsstudie die Bedürfnisse, die Möglichkeiten und Grenzen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in einer ländlichen Region systematisch zu untersuchen. Gegenwärtig werden die Vorschläge in einem Kosten- und Finanzierungskonzept hinsichtlich ihrer tatsächlichen Umsetzbarkeit überprüft. Das nunmehr mit 40.000 € prämierte Konzept ist ein verdienter Lohn für die bisherigen gemeinsamen Anstrengungen und ein erster finanzieller Anstoß für die Konzeptumsetzung, denn die Mittel müssen bereits 2010 für investive Maßnahmen ausgegeben werden.
Die prämierten Landkreise, Städte und Gemeinden, Unternehmen, Krankenhäuser und Bildungseinrichtungen mussten ihre derzeitige Verkehrslage fundiert analysieren sowie innovative Konzepte und Strategien entwickelt haben, um Bürger, Beschäftigte, Schüler und andere Zielgruppen effektiv zu einer geringeren Nutzung des Autos zu motivieren.
Der Wettbewerb ist Teil des Aktionsprogramms „effizient mobil“ der dena und hat das Ziel, die Kohlenstoffdioxidemissionen im Verkehrsbereich durch die Verlagerung auf klimafreundlichere Verkehrsmittel zu reduzieren. Bewertet wurden deshalb vor allem die geschätzte Wirksamkeit der geplanten Maßnahmen, der Innovationscharakter und der Vorbildcharakter für andere Akteure in Deutschland.
Zusätzlich zu dem Preisgeld von 40.000 € konnten Wirtschaftsförderer Gert Kühling sowie der Verkehrsexperte des Landkreises Vechta, Tobias Diephaus, die Zusage für eine kostenlose Beratung im Wert von rund 15.000 € für die Projektumsetzung in Empfang nehmen. Die enge Zeitvorgabe zur Mittelverwendung verlangt eine kurzfristige Abstimmung zwischen den Städten und Gemeinden, wofür das Geld ausgegeben werden soll.
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